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Dieses Thema hat 0 Antworten
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 Ärzte, Krankenkassen, Kliniken und die Chirurgen
Translife Offline



Beiträge: 56

23.06.2013 16:14
RE: Medizinisches Thread geschlossen

Du darfst die Behandlung mit dem Testosteron beginnen, ist es wichtig, was das Blutergebnis beim Endokrinologen ergibt. Es gibt Fälle, da ist die Gesundheit nicht optimal. Der FzM darf dann nur das Testogel nehmen. Im Normalfall wird mit dem Testogel begonnen, das du jeden Tag selbst auf Oberschenkel, Schulter oder Bauch schmierst. Danach, meist so einige Monate später, wird dann aufs Testoviron umgestiegen. Du bekommst bei deinem Hausarzt das Rezept und löst es in der Apotheke ein. Mit der Packung gehst du dann wieder zum Arzt. Dort bekommst du dann in einer (WICHTIG!!!) langsamen Injektion das ölige Präparat. Die Helferin oder in einigen Fällen zu Beginn auch der Arzt selbst, darf keinesfalls schnell spritzen. Das führt zu Brennen!
Die Besuche beim Endokrinologen darfst du niemals schleifen lassen! Dort wird dann bestätigt, auch so nach 3 Monaten etwa, ob du das Nebido 1000 nehmen darfst.
Hierzu gilt: Der Hausarzt schreibt eine Überweisung, die du dann mit deiner Versicherungskarte (und gegebenenfalls Zuzahlungsbefreiung) in die Endokrinologie schickst. Die Endo stellt das Rezept aus! Der Hausarzt darf es nicht!
Anschließend gilt auch hier: Rezept einlösen und zum Hausarzt gehen, die Injektion bekommen.
Der Unterschied zum Testoviron: Das Nebido gilt 3 Monate. In einigen Fällen wird auch schon nach 6-8 Wochen aufgefrischt. Ich selbst bekam bis kurz vor der ersten OP das Nebido alle 3 Monate. Das ist ratsamer!
Nach neuen Informationen, die ich bekommen habe, darf ein Hausarzt sogar das Rezept für das Nebido ausstellen. Das muss nur entsprechend geregelt werden, damit keine Probleme auftreten.

Wichtige Anmerkung: Sollte der Hausarzt nicht mitspielen und sich dir gegenüber diskriminierend oder anders unschön äußern, der Testosteronbehandlung wegen, dann wechsel ihn. Ich selbst war lange bei einem Arzt, der scheinbar tolerant genug war, mich dann aber durch eine diskriminierende Arzthelferin (sie nannte mich weiterhin "Frau") vergraulte. Danach nahm ich alle Unterlagen von der Endo, ging zu einem anderen Arzt. Dort hat man keine Probleme mit mir.
Du hast das Recht, von der freien Arztwahl Gebrauch zu machen!
Kosten sind immer wieder ein Thema, doch das ist falsch. Die Krankenkassen bezahlen die Testosteronbehandlung, die Ärzte bekommen keine Strafen dafür. Diese Erfahrung musste ich machen.

Die Krankenkassen bezahlen im Regelfall die Testosteronbehandlung. Sollte dem mal nicht so sein, immer wieder widersprechen. Irgendwann stimmen sie dem Ganzen doch zu. Ist dem nicht so, ist es ratsam, einen Anwalt zu Rate zu ziehen, der sich mit dem Transsexuellengesetz auskennt. Bleibt dann der Erfolg aus, wechsel die Krankenkasse!

Eines darfst du nicht vergessen: Für die Behandlungen brauchst du Gutachten, dass du Transgender bist. Ohne weiteres bekommst du keine Behandlung!

Geht alles reibungslos vonstatten, such dir eine Klinik aus. Hierzu sei gesagt: Krankenkassen bezahlen Wegegeld für "den nächsten Weg". Das bedeutet: Ist in deiner Nähe eine Klinik, in der Mastektomien, sowie Hysterektomien und/oder Adnektomien vorgenommen werden, bezahlen die Kassen nur den Weg dort hin. Da gilt dann: erkundige dich im Vorfeld, ob in diesen Kliniken diese Operationen im "Erkrankungsfall" (sprich Frauen, die eine tumoröse Erkrankung haben und gezwungen sind, sich einer solchen OP zu unterziehen!) vorgenommen wird und/ oder auch geschlechtsangleichend. Im Falle der "Erkrankung": Lass dir das schriftlich geben und gebe das bei der Krankenkasse ab. Am besten zusammen mit den OP- Gutachten und den Kostenübernahmeantrag. Dann bezahlen sie dir auch einen weiteren Weg (diese Empfehlung bekam ich erst in der Klinik und musste auch nachhaken gehen ). Meistens sagen sie dann (wie bei mir), dass sie nur dann zahlen für Taxi oder Bahn, wenn du den Penoidaufbau machen lassen würdest.
Da heißt es dann einfach auch nur: Nicht unterkriegen lassen!
Im Falle der Kostenübernahme: Auf geht's ins "neue Leben"!

Kliniken: Gibt es einige in Deutschland. Die (mir bekanntesten) sind in Potsdam, München und Frankfurt.

Potsdam: Dort operiert der schweizer Chirurg Dr Daverio. Bei ihm liegt der Patient gleich mehrere Stunden unter dem Messer (bis zu 12 Stunden etwa) und bekommt sofort seine komplette Angleichung. Zweifelhaft?? Ich meine, der Körper wird bei einer OP einer großen Strapaze ausgesetzt, der Heilungsprozess ist von Mensch zu Mensch verschieden und die seelische Genesung spielt zusätzlich eine Rolle. Deshalb habe ich da meine Bedenken.

Frankfurt: Eine eher umstrittene Klinik von Dr Exner. OP- Schäden, Beleidigungen, Skandale. Das sind die einzigen Infos, die ich habe.

München: Dr Schaff ist ein plastischer Chirurg, der aber nicht ausgebildet ist in angleichenden OP's. Auch bei ihm gibt es unschöne Folgen, nekrotische Stellen usw. Dazu kommt, dass er trotz der OP- Gutachten und Versicherung des MDKs zur Kostenübernahme * noch extra Geld verlangt. Angebracht??? Ich weiß es nicht. Sein im Internet ersichtliches Bild ließ mich von Anfang an auf Distanz gehen. Seine Ausstrahlung gefällt mir nicht.

Dr Bernhard Liedl, Leiter der Chirurgischen Klinik München- Bogenhausen. Koriphäe auf seinem Gebiet. Arbeitet gut und seriös.
In dieser Klinik arbeiten auch mehrere Ärzte. Bei meiner Hysterektomie und Adnektomie war es ein neuer Chirurg, der eine saubere und gute Arbeit geleistet hat. Name weiß ich leider nicht mehr.
Dr Jörg Widmann, Chefarzt der plastischen und Ästethischen Chirurgie. Sympathischer Mann, der sich auch schon mal ohne Kittel präsentiert, einfach in zivil. Dr Widmann nimmt die Mastektomien vor und versteht seine Arbeit.

Die Klinik München- Bogenhausen nimmt außer den geschlechtsangleichenden Operationen noch andere Op's vor: Im Bereich Hüfte, Rücken und bei adipösen Patienten mit Magenband. Auch Orthopädie wurde mir bekannt gemacht, Urologie und noch einiges mehr.
Ich habe mich für München- Bogenhausen entschieden, weil es für mich "ortsnah" ist und mir Dr Liedl bei der Bildauswahl eher gefiel als Dr Schaff.
Wie auch Dr Widmann, bei dem ich schon bei der Erstuntersuchung während es Klinikaufenthaltes im vergangenen Juli 2012, ein gutes Bauchgefühl hatte.
Darauf solltest du auch immer achten! Ohne das Bauchgefühl geht nichts.

Es gibt noch einige Kliniken mehr, die mir nicht bekannt sind. Wer da mehr Wissen hat, darf sich gerne melden!

[ Editiert von Administrator Translife am 29.07.13 21:56 ]

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